Umbruch im Film

Branchentreff | Symposium | Filmprogramm
Umbruch im Film
5. 12. bis 7. 12. 2022
Filmstill aus Leuna, DE 2014
© Emerson Culurgioni, Jonas Matauschek
Filmstill aus Dunkeldeutschland, DE 2015
© Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder
Filmstill aus Kaltes Tal, DE 2016
© Florian Fischer, Johannes Krell
Filmstill aus Tourneur, DE 2018
© Yalda Afsah
Filmstill aus Stollen, Laura Reichwald, DE 2020
© Janine Pätzold
Filmstill aus Die ausgedachte Stadt, DE 2015
© Mirko Muhshoff
Filmstill aus Die allgemeinen Geschäftsbedingungen, DE 2020
© Amelie Befeldt
Filmstill aus Swallow Tails, RU 2022
© Yana Osman, Anton Khamchishkin
Filmstill aus Average Hapiness, CH 2019
© Maja Gehrig

Vom 5. bis 7. Dezember 2022 findet in Halle Umbruch im Film, ein Branchentreff zur Professionalisierung und Vernetzung von Filmemacher:innen, Filmproduzent:innen, Filmfestivalmacher:innen und Filmkurator:innen, präsentiert von der Werkleitz Gesellschaft, statt. Im Fokus von Umbruch im Film stehen Filme, die aktuelle gesellschaftliche Umbrüche, wie Deindustrialisierung und Strukturwandel im ländlichen Raum und in Bergbaufolgelandschaften thematisieren.
Das Programm ist in zwei Formate aufgeteilt. Im Literaturhaus Halle werden tagsüber im geschlossenen Rahmen zwei an das Fachpublikum gerichtete Panels, unterschiedliche inhaltliche wie methodisch/technische Themen verhandeln.
Das Abendprogramm im Kino Zazie ist für ein breites Kinopublikum zugänglich. Auch hier sind Filmemacher:innen für ein Publikumsgespräch zu ihren im Programm vorgestellten Filmen eingeladen. Der Eintritt ist an allen Abenden frei.

Die Veranstaltung ist gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, sowie der Stadt Halle (Saale). Kooperationspartner ist die AG DOK.

05. 12. 2022 bis 07. 12. 2022
Kino Zazie
Kleine Ulrichstraße 22
06108 Halle (Saale)
Deutschland

Filmprogramm im Kino Zazie

Montag, 5.12. | 19:00
Die ausgewählten Filme zeigen mitteldeutsche Landschaften im Umbruch. Sie fungieren als Seismografen einer Umwelt, die sich nur durch ihren stetigen Wandel fassen lässt. Obwohl der Mensch als treibende Kraft der Transformation agiert, befindet er sich darin auf dem Rückzug – verdrängt von automatisierten Industriewerken, Myriaden von Photovoltaik-Anlagen oder gekalkten Wäldern. In Anwesenheit der Filmemacher Emerson Culurgioni und Florian Fischer sowie der Kuratorin Laura Reichwald.

Leuna, Emerson Culurgioni, Jonas Matauschek, DE 2014,13’
Dunkeldeutschland, Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder, DE 2015, 13’
Kaltes Tal, Florian Fischer, Johannes Krell, DE 2016, 12’
Tourneur, Yalda Afsah, DE 2018, 14’

Dienstag, 6.12. | 19:00
Ist Tradition die höchste Ehre oder das größte Unglück? Darüber streitet man im Dorf Pöhla. Ungeachtet der verheerenden gesundheitlichen Folgen hält man auch 30 Jahre nach der Wende die Bergbaubräuche im Erzgebirge lebendig. Mit der Schließung der letzten (Uran-)Bergwerke 1992, welche Land und Leute 800 Jahre irreversibel geprägt haben, war man gezwungen, sich eine neue touristische Identität aufzubauen. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit der Regisseurin Laura Reichwald und den Kuratoren Emerson Culurgioni und Florian Fischer.

Stollen, Laura Reichwald, DE 2020, 85’

Mittwoch, 7.12. | 19:00
Wie wird eine sächsische Stadt zu einer Hollywood-Kulisse? Wie verdient man Geld mit Stock Footage im Internet? Wie umgeht man auf subversive Weise Zensurbestimmungen? Und welche Grafik gibt unsere Zufriedenheit am Besten wieder? Strukturwandel, Digitalisierung, Autoritäre Systeme und Datenextraktion sind Umbruchsthemen der ausgewählten Kurzfilme. Im Anschluss folgt ein kurzes Gespräch mit den Regisseurinnen Amelie Befeldt, Mirko Muhshoff und dem Kurator Peter Zorn.

Die ausgedachte Stadt, Mirko Muhshoff, DE 2015, 11’
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen, Amelie Befeldt, DE 2020, 20’
Swallowtails, Yana Osman, Anton Khamchishkin, RU 2022, 17’
Average Happiness, Maja Gehrig, CH 2019, 7’