Übergordnete Werke und Veranstaltungen
Werkleitz Festival 2026
Zeitsprünge
Personen
Kein anderes Medium hat ein so inniges Verhältnis zu Zeit entwickelt wie der Film.
Er ist das einzige Medium, das Zeit nicht nur beschreibt, sondern verkörpert: Jede Einstellung ist eine Entscheidung über Dauer, jeder Schnitt ein Sprung durch das, was war und was kommt. Das Kurzfilmprogramm Zeitsprünge nutzt genau diese Eigenschaft – und versammelt Filme, die Zeit auf radikal unterschiedliche Weise erfahrbar machen.
Ein Mann trainiert seine Stimme, weil er weiß, dass er sie bald verlieren wird. Ein Vater verarbeitet den Schmerz über den Tod seines Sohnes, indem er dessen Daumenkino-Film zu Ende erzählt und einer abgebrochenen Geschichten einen Schluss gibt. Menschen treffen sich auf der Suche nach dem flüchtigen Augenblick und dem Sinn des Lebens. Die einen finden Erfüllung in den stetigen Wiederholungen des Alltags, die anderen ziehen die Notbremse und suchen Wege zur Entschleunigung und zum Zeitsparen. Paradoxerweise gleichzeitig. Wieder andere beschäftigen sich mit der fast unlösbaren Frage, wie unsere Generation künftigen Zivilisationen eine Warnung vor den radioaktiv strahlenden Altlasten hinterlassen kann, deren Halbwertszeit unser transgenerationales Kommunikationsvermögen überfordert. Keiner der Filme gibt eine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem Wesen der Zeit. Aber alle geben uns die Zeit, zu sehen.









