Übergordnete Werke und Veranstaltungen

617 GARAGEN

DE 2025

In der fotografische Arbeit erkundet Ulrike Hannemann jenen städtischen Randbereich von Wittenberg, in dem zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren ein weitläufiger Garagenkomplex neben einer Plattenbausiedlung errichtet wurde. Der gesamte Ort ist inzwischen fast vollständig verschwunden. Die Fotografien dokumentieren den Ort in Detaileindrücken: das Innenleben noch genutzter Garagen, einzelne Gebäudeausschnitte und die unmittelbar angrenzende Landschaft. Die Aufnahmen zeigen isolierte
Nahansichten – mal Hinweise auf gegenwärtige Nutzer, mal Fragmente einer bereits vergangenen Zeit. In der späteren Auseinandersetzung mit dem Bildmaterial hat Ulrike Hannemann einen Teil der Motive auf verschiedenen Kopiergeräten in Schwarzweiß ausgedruckt und erneut fotografiert. Diese Transformation erzeugt eine zusätzliche Distanz und spielt mit dem subtilen Anschein des Vergangenen. 617 Garagen untersucht fotografische Bilder als Speicher von Zeit – zwischen Dokumentation, Rekonstruktion und Erinnerung.

3 ausgewählte Fotos: Abbruchkante (quer 26 x 34 cm), Junost 402 B (hoch 45 x 34 cm), Sandkasten (quer 26 x 34 cm)

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