Public Displays of Affection

Root Event

Schaufenster in die Stadt Videorama
Videorama
Public Displays of Affection
1. 3. bis 31. 3. 2021
PL 2017
Still aus Public Displays of Affection
© Liliana Piskorska
Still aus Public Displays of Affection
© Liliana Piskorska
Still aus Public Displays of Affection
© Liliana Piskorska

Öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung” ist ein Begriff, der einen Akt der körperlichen Intimität bezeichnet, der vor anderen Menschen vollzogen wird. Wie Piskorska hervorhebt: Eine der Ausdrucksformen der Demokratie ist die öffentliche Versammlung, die es den Menschen ermöglicht, auf besondere Weise miteinander zu kommunizieren und ihre Meinung kundzutun. Die Versammlungsfreiheit ist in der Verfassung garantiert. In ihrer Arbeit konzentriert sich Psikorska auf die Körperlichkeit der Grenzen, die sich auf die temporäre Legitimität einer Versammlung beziehen und die die Demarkationslinie zwischen den Teilnehmern und den Polizeieinheiten bestimmen, die zum Schutz von Massenversammlungen eingesetzt werden. Diese synchron arbeitenden Polizeieinheiten stehen in ständigem intimen Kontakt eines Körpers mit einem anderen; ihre Integrität hängt von der Dauerhaftigkeit der Verbindungen zwischen ihnen ab, die sich in ständiger Bewegung, Drehung und Aktion ausdrücken muss. Aber Nähe und Intimität haben eine Struktur, die sich streng aus der Funktion einer Polizeieinheit ergibt. 

Damit stellt die Künstlerin auch Fragen nach dem Funktionieren von Individuen und Gruppen im öffentlichen Raum, nach der Bildung individueller und kollektiver Identitäten und deren öffentlichen Transformationen: „Die Grenze zwischen den beiden Seiten, die nur für eine Sekunde entsteht, verschiebt sich und verschwindet sofort wieder, nur um an anderer Stelle neu geschaffen zu werden. In dieser einzigen Struktur konzentriert sich die Idee der Grenze, verstanden sowohl als Ort der Begegnung als auch der Trennung“.

Das Videorama steht in der erste Jahreshälfte im Zeichen der Künstlerinnen und Künstler der European Media Art Platform (EMAP). Werkleitz wird bis Juli 2021 jeden Monat eine Produktion der ausgewählten Künstlerinnen, Künstler und Kollektive präsentieren. Parallel zum Schaufenster werden die Arbeiten ebenfalls online auf werkleitz.de gezeigt.

Das Werkleitz Festival 2021 (18. Juni–4. Juli) präsentiert die medienkünstlerischen Neuproduktionen aus dem von Werkleitz initiierten und von Creative Europe unterstützten internationalen Stipendienprogramm European Media Art Platform (EMAP). Die hybride Studio-Ausstellung für digitale Kultur wird begleitet von der Fachkonferenz zum Schwerpunkt Digitalität.

PL 2017, 6 min 

Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Forecast Festival, dem Adam-Mickiewicz-Institut und dem Polnischen Institut in Berlin.

Video: Daniel Danilovic (Kamera), Bartosz Pawlikowski (Farbnachbearbeitung), Paweł Rychert (Audio-Nachbearbeitung), Liliana Piskorska (Drehbuch, Schnitt)

Überveranstaltung