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Blutwurst
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Blutwurst, Anna Darmstädter
© Anna Darmstädter, 2025
Wie „verarbeitet“ man seine Vergangenheit? Mit dieser Arbeit hat Anna Darmstädter versucht, sich selbst und ihre künstlerische Haltung zu verewigen, einmal in skulpturaler Form aus Epoxidharz und einmal in kulinarischer Form: Diese Blutwurst besteht aus Annas Blut. Metaphorisch schafft sie ihr eigenes Fleisch und Blut und formt ihr Selbstporträt als das Ende der Darmstädter Blutlinie. Kaum eine Körperflüssigkeit ist so ambivalent und bedeutungsschwer wie Blut: Quelle und Substanz des Lebens einerseits, Ekel und Krankheit andererseits. In der Tradition der deutschen Wurstherstellung stehend, verweist ihre Arbeit in einem weiteren Kontext auch auf die Spannung, die die eigene Identität prägt, oder: Wie deutsch darf man sich eigentlich präsentieren? Wie zerbrechlich ist das, was konserviert wird? Diese Arbeit ist der Höhepunkt einer vergeblichen Suche nach einer erstarrten Persönlichkeit (einer, die bis zum Äußersten erstarrt ist).