Station 5: Diorama Themroc

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Aktivitäten zum Bauhausjubiläum Atlas – Im Spiralnebel der Moderne
Station 5: Diorama Themroc
DE 2019
Diorama Themroc, Atlas – Im Spiralnebel der Moderne, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto Matthias Knoch
Diorama Themroc, Atlas – Im Spiralnebel der Moderne, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto: Matthias Knoch
Diorama Themroc, Atlas – Im Spiralnebel der Moderne, Installationsansicht, 2019
© Werkleitz 2019, Foto: Matthias Knoch

„Wird man glauben, daß es solche Häuser giebt?“ So lässt Rainer Maria Rilke seine Beschreibung der Mauer eines Abbruchhauses in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts beginnen, an der die Spuren des Lebens der vormaligen Bewohner haften. Die radikalen Stadtumbauten Baron Haussmanns hatten solche Ruinen erzeugt, um die Stadt besser zu strukturieren. 1973 durchbricht Michel Piccoli in dem legendären Film Themroc eine Pariser Hauswand und haust von nun an in einer Höhle. 1975 schlägt der Künstler Gordon Matta-Clark Conical Intersect, eine Abfolge kreisrunder Löcher, in ein Pariser Abrisshaus. Heute planen Spezialeinsatzkräfte der israelischen Armee ihre Zugriffe auf palästinensische Terroristen durch Wände und Dächer hindurch, wie man bei Eyal Weizman nachlesen kann.

In Reminiszenz an diese verschiedenen Formen von Durchbrüchen öffnet sich in unserem Diorama der Blick auf mehrere kreisförmige Durchtrennungen. Vom Dachboden geht es in einen abgelebten Wohnraum im Nebenhaus. Im Bild eines Spiegels sind Fragmente eines Musée imaginaire alten Wissens und Wünschens erkennbar.

von Kim Dudek, Matthias Federspiel, Tara Guariguata, Tom Hanke, Daniel Herrmann, Michael Kaspar, Matthias Kaßner, Alexander Klose, Konstantin Krüger, Martin Kruschwitz, Maria Margolina, Max Mendez, Hilmar Prüß, Malte Roloff, Mirjam Schwab, Michael Tomalik, Malte Westphalen