Land der Märchen

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Unter uns – Bildproduktion im Mansfelder Land Filmprogramm und Gespräche
Land der Märchen
24. 10. 2020

kuratiert von:

Gernot Wieland und Tobias Yves Zintel im Gespräch mit Daniel Herrmann und Florian Wüst
© Werkleitz, Foto Falk Wenzel
Neverland Rising, Tobias Yves Zintel, DE 2010
© Tobias Yves Zintel
Ink in Milk, Gernot Wieland, DE 2018
© Gernot Wieland
A Concrete Song, Oona Doherty, UK 2017
© Oona Doherty

Ob Buch, Comic oder Zeichentrickfilm, die Geschichte von Peter Pan fehlt in keinem Kinderzimmer. Die mehrfach adaptierte Märchenfigur ist ein Kind, das immer Kind bleibt. Pan lebt auf der Insel Nimmerland, wo er sich in ein Abenteuer nach dem anderen stürzt. Die Jungen und Mädchen, die er mit Hilfe von Feenstaub zu sich holt, kehren irgendwann nach Hause zurück und werden erwachsen. Nur er nicht. Die Sehnsucht nach größtmöglicher Freiheit bildet in Land der Märchen einen imaginären Hintergrund, vor dem die vier zeitgenössischen Kurzfilme ihren je eigenen magischen Realismus entfalten. Durch die Verflechtung von Fantasie und Wirklichkeit, von Sprache und Bewegung reflektieren sie biografische und gesellschaftliche Brüche. In Liza Johnsons In the Air ist es die Zirkusschule eines vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichneten Ortes im US-Bundesstaat Ohio, die den Jugendlichen Zuflucht bietet. Die tragikomischen Erinnerungen an eine österreichische Kindheit entschlüsseln in Gernot Wielands Ink in Milk das Verhältnis von individueller und kollektiver Identität. Das kurze Video A Concrete Song ist ein Gedicht über die Härte der Stadt Belfast, das Oona Doherty zugleich spricht und tanzt. Hervorgegangen aus einem Jugendtheaterprojekt des Staatsschauspiels Hannover, verknüpft Neverland Rising von Tobias Yves Zintel Interviews und Spielszenen zu einer grotesk-abgründigen Welt der Subjektwerdung: Michael Jackson trifft Wendy, Peter Pans kindliche Ersatzmutter auf Zeit.

Anschließendes Publikumsgespräch mit Gernot Wieland und Tobias Yves Zintel, moderiert von Florian Wüst