Krafla

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Krafla
2020
© Anna Friz
© Anna Friz

Audiovisuelles Konzert und Installation von 18 Bohrlöchern und einem Geothermie-Kraftwerk.

Krafla ist eine elektroakustische Live-Performance, die hauptsächlich aus Field Recordings besteht, die im geothermischen Kraftwerks Krafla und in der umliegenden Region aufgenommen wurden. Das Kraftwerk befindet sich in einem Vulkankrater im Norden Islands. Das Konzert wird von einer Videoprojektion eines digitalisierten monochromen 16-mm-Films und einer Fotomontage aus dem Krafla-Gebiet begleitet.

Das Krafla-Kraftwerk umfasst zahlreiche tiefe Bohrlöcher für den Zugang zu Dampf und geothermischen Quellen. Die Spitze jedes Bohrlochs ist von einer geodätischen Struktur umschlossen und mit einem Netzwerk aus Rohren verbunden, die den Dampf und das Wasser zu den verschiedenen Teilen des Kraftwerks leiten. Jedes dieser Bohrlöcher ist je nach Alter und Tiefe der Anlage höchst individuell und fungiert so als eine Art industrielles Musikinstrument mit einem ganz eigenen Charakter. Auch die Verdampfungsprozesse und Kraftwerksturbinen erzeugen eine intensive Klangdichte. Diese industriellen Infrastrukturen werden mit der Geografie und dem Wetter der Gegend in Zusammenhang gebracht, das von heftigen Winden und starkem Nebel geprägt ist. Mit Krafla soll das Verhältnis zwischen diesen menschlichen und nicht menschlichen Kräften erforscht werden.

Bei Krafla handelt es sich um work in progress.

Diese Arbeit wurde im Rahmen des Programms European Media Art Platforms (EMAP) bei Antre Peaux (ex Bandits Mages) (FR) mit Unterstützung des Creative Europe Kulturprogramms der Europäischen Union realisiert.

Überveranstaltung