Interview mit Fritz Pleitgen

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Interview mit Fritz Pleitgen
DE 2020
Fitz Pleitgen
© Foto Werkleitz, 2020

Im März 2020 traf Werkleitz den Journalisten Fritz Pleitgen. Er war von 1977 bis 1982 als Korrespondent des Westdeutschen Rundfunks in Ost-Berlin für die Berichterstattung über die DDR zuständig. Seine beiden Filme Das Rote Mansfeld (zusammen mit Lutz Lehmann,1981) und Land der Legenden – Fritz Pleitgen im „Roten Mansfeld“(2005) sind fester Bestandteil der Erzählung über die Region. Für Unter uns fragten wir nach seiner persönlichen Sicht auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Zustände 1981 und 2005. Hier zieht Pleitgen Parallelen zum Donbass und zum Ruhrgebiet. Gerade anhand des Vergleichs mit den so gravierenden strukturellen Veränderungen im Ruhrgebiet wird deutlich, wie aus Brüchen Perspektiven erwachsen können und warum das Potential des Mansfelder Landes künftig in der Digitalisierung liegen könnte. Seine Erinnerungen an das Selbstwertgefühl der Menschen in der Region und somit an die Protagonisten beider Filme sowie an deren sich verändernde Arbeits- und Lebenswirklichkeiten sind wichtiger Teil des Interviews. Ebenso deutlich spricht Fritz Pleitgen das schwierige Ost-West-Verhältnis im wiedervereinigten Deutschland an. Auch mit Bezug auf das Heute weist er auf die Notwendigkeit des Miteinander-Redens hin und stellt Belehrungen infrage. Für ihn gilt das journalistische Prinzip, Menschen zu informieren und über Hintergründe aufzuklären, ohne die Distanz zur Sache zu verlieren.

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