Werkleitz-Produktionen bei DOK Leipzig 2026 in der Sektion Fokus Ost

09.10.26

Drei von Werkleitz unterstützte Produktionen sind für die neue Sektion Fokus Ost beim diesjährigen DOK Leipzig ausgewählt – 10 bis 20 Halden von Emerson Culurgioni, Ortsteil Autobahn von Luci Schwingen und Richard Rothfeld sowie Silicon Saxony von Leon Meschede.
Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm findet vom 26. Oktober bis 1. November 2026 statt.

10 bis 20 Halden (DE 2026, 27 min) von Emerson Culurgioni entstand im Rahmen einer künstlerischen Forschung der Agentur für Aufbruch zum Jahresthema 2025 Wasser und Boden. Der Film richtet den Blick auf eine ostdeutsche Bergbaulandschaft und verbindet Fragen nach Boden, Ressourcen und Arbeit mit Themen wie Heimat und Verlust. Das Land ist weg, aber die Halden sind noch da – ausgehend von diesem Spannungsverhältnis entwickelt der Film eine assoziative Reflexion über eine Landschaft im Wandel.
Ortsteil Autobahn (DE 2026, 10 min) von Luci Schwingen und Richard Rothfeld blickt auf die Widersprüche im Umgang mit deutscher Teilung und gegenwärtiger Flucht. Während am 35. Jahrestag der deutschen Einheit in der Gedenkstätte Marienborn an die Gewalt des SED-Regimes erinnert und die Überwindung der Teilung gefeiert wird, werden nur einen Kilometer entfernt seit 35 Jahren Geflüchtete in ehemaligen Kasernen der Grenztruppen untergebracht. Der dokumentarische Kurzfilm richtet den Blick auf gegenwärtige Gewalt, die hinter der Fassade der ehemaligen Grenze unbeachtet bleibt.
Silicon Saxony (DE 2026, 13 min) von Leon Meschede entstand im Rahmen der PMMC 2025. Der Film begleitet die Entstehung von Europas größter Chipfabrik in Dresden und begibt sich zugleich auf Spurensuche an einem Ort, an dem einst das Zentrum der DDR-Mikroelektronik lag. Zwischen industrieller Vergangenheit und technologischer Zukunft entsteht das Bild einer Utopie, die ihre Spuren bis in die Gegenwart trägt.

Alle drei Filme feiern ihre Premiere bei DOK Leipzig 2026. Ortsteil Autobahn ist nomminiert im Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm.