The Mutant Mermaid

Root Event

2. Werkleitz Biennale 1996 Cluster Images
The Mutant Mermaid
8. 9. 1996
1996
The Mutant Mermaid
The Mutant Mermaid
The Mutant Mermaid

Während dieser Performance liege ich als mutierte Meerjungfrau verkleidet an einem Flussufer, gestrandet durch die Strömung von „schmutzigen“ Träumen: im falschen Pelz, mit Latexschwanz, roten Haaren, einer Muschelkrone und drei Brüsten. Neben mir befinden sich kleine miauende Pelzfische, die wie ich Ergebniss von Genmutationen sind. Der Versuch, ein Bildnis von uns selbst zu projizieren, hat immer etwas monströses. Wenn sich in den Augen der Betrachter Fantasie und Realität vermischen, ereignen sich Mutationen, stellt sich Schizophrenie ein und Träume zerbrechen. (M. L.)

Myriam Laplante, deren Performancekonzept in der Beobachtung eben jenes Unterschiedes von Präsentation und Präsenz liegt, hat mit ihrem Vorschlag einer „mutierten Meerjungfrau“, präsentiert an der Saale, die trügerische Einheit von Natur und menschlicher Verfügungsgewalt aufgebrochen. Wenn beispielsweise der Saaleausbau, eine Staustufe und deren Umweltfolgen zwar kurzfristig gestoppt werden konnten, dann stehen langfristig im Umfeld gentechnoider Verschmutzungen ganz andere Folgen noch an. Denn die technische Machbarkeit der Experimente transportiert vor allem solche Mutationen, die auf schizophrene Art Phantasie und Realität mischen und rücksichtslos selbstbezüglich rechtfertigen. Marion Kreißler, Martin Conrath

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