Sonic Outlaws

Root Event

6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Sonic Outlaws
US 1995
Sonic Outlaws

Für seinen experimentellen Dokumentarfilm ‚Sonic Outlaws‘ hat Craig Baldwin acht unterschiedliche Formate kombiniert - ein nachdrücklicher Beitrag zu den gegenwärtigen Kontroversen um Verstöße gegen das Urheberrecht, um ‚faire Nutzung‘ und Culture Jamming. Ausgehend von Recherchen zum berüchtigten Prozess – U2 gegen Negativeland – schraubt sich diese dichte Montage aus Interviews, Musik und Found Footage durch ähnliche Aktionen von John Oswald, den Tape-beatles, Emergency Broadcast Network, der Barbie Liberation Organization, den Situationisten sowie solchen, die mit angeeignetem Soundmaterial arbeiten. Praktiken wie gefakte Telefonanrufe (Telefon-Pranking), Verfremdung von Werbetafeln und Medienenten, gemessen am Scheffel des Gesetzes in Zeiten raschen künstlerischen und technologischen Wandels, verweisen auf die wachsenden Spannungen zwischen Einbildungskraft, Autorenschaft, Autonomie und Markt.

„ ‚Sonic Outlaws‘ ist auch insofern interessant, als dass der Film selbst eine Verletzung des Urheberrechts zugunsten der Kunst darstellt, indem er massenhaft Archivmaterial und Videomitschnitte von Fernsehsendungen verwendet. Baldwins Filmmaterial ist größtenteils auf 16mm gedreht, aber auch teilweise mit der geliebten Fisher-Price PXL-2000, einer Spielzeugvideokamera. Ein Film, den man nicht verpassen sollte.“ (‚Deuce of Clubs‘)

Auf ‚Sonic Outlaws‘ folgt die Premiere der Multi-Projektions-Pirate-16mm-Film-Workshop-Performance, die von Craig Baldwin und den TeilnehmerInnen der Halle School of Common Property entwickelt wurde.

US 1995, 16mm, 87 min, OF

Explore

Überveranstaltung