Re-education

Root Event

Werkleitz Festival 2008 Amerika

Parent Event

Lesungen zu Amerika 1
Re-education
20. 10. 2008

Acht Studenten der Sprechwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellen lesend Auszüge amerikanischer Literatur vor.
Die erste von insgesamt drei Lesungen behandelt Klassiker der Re-education in Deutschland. Als Vertreter der Lost Generation (1) wird Ernest Hemingway mit seiner Kurzgeschichte So, wie du niemals sein wirst aus den Nick Adams Stories gelesen, es folgen The Company von Thomas Wolfe, eine frühe Kritik an Formen des Marketings, und Der Fänger im Roggen von Jerome D. Salinger. Der Adoleszenzroman gehört, nach vorübergehender Indizierung (2), längst weltweit zum Kanon der Schullektüre. Seine Hauptfigur Holden ist irgendwo zwischen Goethes und Plenzdorfs Werther einzuordnen.

(1) Lost Generation: von Gertrude Stein geprägte Bezeichnung für die Jugend zwischen den Weltkriegen.

(2) Das Buch wurde unter anderem in Australien vorübergehend auf den Index verbotener Bücher gesetzt. Was den Roman auszeichnet ist die durchgängige Verwendung von Slang, gerade deshalb geriet das Buch auf den Index. Die deutschsprachige Erstausgabe 1954 unter dem Titel Der Mann im Roggen floppte, die Übersetzung ging meilenweit am Originaltext vorbei. Eine sprachliche Überarbeitung erfolgte 1962 durch Heinrich Böll, wobei auch er die Schlüsselstelle „fuck you“ nur mit „… dich“ übersetzte. 

Alle drei Lesungen finden in der Galerie Durchlauferhitzer statt. Sie erfolgen in Kooperation mit der „Sprechbuehne“ am Seminar für Sprechwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Es lesen unter künstlerischer Leitung von Martina Haase: Almuth Hattwich, Ulrike Kerrmann, Hannah Kreft, Anni Lehmann, Franziska Löhr, Stephan Meurer, Jakob Mücksch und Juliane Peterson.

Explore

Überveranstaltung