Nicht mehr, noch nicht

Werkleitz Festival 2017
Nicht mehr, noch nicht
21. 10. bis 3. 11. 2017
© Werkleitz
Workshopinstallation, Arche Neuland (2005)

Im Mittelpunkt des diesjährigen Werkleitz Festivals stehen die aktuelle Situation der Stadt und die Entwicklung der städtischen Gemeinschaft.

Der Titel Nicht mehr, noch nicht veranschaulicht ein Zwischenstadium innerhalb anhaltender Stadtentwicklungsprozesse und verweist auf den gleichnamigen Dokumentarfilm von Daniel Kunle und Holger Lauinger (Nicht-Mehr | Noch-Nicht, 2004). Der Film entstand im Kontext der Debatte über schrumpfende Städte zu Beginn der 2000er Jahre, die von einer intensiven multidisziplinären Auseinandersetzung über die kulturelle Erneuerung des städtischen Lebens geprägt war. Inzwischen wachsen die Großstädte wieder. Neuerliche Landflucht und der Leerzug kleinerer Städte befeuern dieses Wachstum. Parallel und verstärkt durch die anhaltende Finanzkrise stehen urbane Zentren im Fokus von Immobilienspekulation und der Suche nach Anlagevermögen.

Vor diesem Hintergrund stellt das Werkleitz Festival 2017 die Fragen, welche städtischen Freiräume heute bestehen, gemeinwohlorientiert erhalten und erstritten werden können und in welche Beziehung der ländliche Raum zu den wachsenden Metropolen gerät. Das moderierte Filmprogramm sowie öffentliche Vorträge thematisieren die Bedingungen des Zusammenlebens in Stadt und Land und laden Publikum und Gäste dazu ein, gemeinsam über Stadt und Stadtgesellschaft zu diskutieren. Ein Teil des Filmprogramms wird als installative Variante in der Ausstellung des Festivals präsentiert. Drei Workshops, geleitet von Experten aus Stadtplanung und Designpraxis, beobachten und porträtieren ausgewählte Areale der Stadt Halle (Saale). Die Prozesse und die Ergebnisse der Workshops werden in einem digitalen Magazin publiziert. Das kuratierte Performanceprogramm des Werkleitz Festivals folgt der Idee einer Großstadtsinfonie. Nicht mehr, noch nicht richtet sich insbesondere an Bewohner, Nutzer und Akteure, um gemeinsam über die Gegenwart der Stadt zu diskutieren und daraus Perspektiven für die Zukunft zu entwerfen.

21. 10. 2017 bis 03. 11. 2017
ehemaliges ReSales
Große Ulrichstr. 12
06108 Halle (Saale)
Deutschland

Partner des Festivals sind:
Radio CORAX, die Oper Halle, die Hochschule für bildende Künste Hamburg mit der Klasse Digitale Grafik, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit dem Fachgebiet für Zeitbasierte Künste, Kommunikations- und Industriedesign, die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit der Fachgruppe Architektur und der Klasse Kommunikationsdesign sowie science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e. V. mit dem diesjährigen Foresight Filmfestival und dem Aktionsfeld 2 bei halle. neu.stadt-2050 „frei. raum. mit. gestalten. Partiziation, Integration, Transformation durch Kunst und Kultur im Quartier“.

Das 34. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2017 wird zu Gast sein.

Workshops: Stadtbeobachtung 22. 10. 2017 bis 27. 10. 2017
Filmprogramm 21. 10. 2017 bis 03. 11. 2017
Performanceprogramm 21. 10. 2017 bis 28. 10. 2017

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