My Throat, My Air

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My Throat, My Air
2013
My Throat, My Air, 2013, © Loretta Fahrenholz
© Till Megerle
My Throat, My Air, 2013, © Loretta Fahrenholz
© Werkleitz
My Throat, My Air, 2013, © Loretta Fahrenholz
© Wieland Krause

Das Leben einer Familie unter den Umständen des beginnenden 21. Jahrhunderts ist das Thema dieser filmischen Arbeit. My Throat, My Air, gedreht mit dem ehemaligen Fassbinder-Schauspieler Ulli Lommel (Liebe ist kälter als der Tod), seiner Partnerin Tea Brown und deren Kindern in der gemeinsamen Wohnung in München, verleiht in Interieurs und stark verdichteten populären Codes der von Kindern und Erwachsenen auf ganz eigene Weise erlebten Realität eine bildliche Sprache. Dabei tritt eine erahnbare Storyline – ein Vater verliert seinen Job, verlässt die Familie und kehrt in Gestalt einer Kinderfrau zurück, um wieder am Familienleben teilzunehmen – zugunsten der konkreten Wahrnehmung in den Hintergrund: Berührungen, Bewegungen, Einsamkeit und Rollenspiel. Der Film ist inspiriert von Erzählformen über die Familie, die Alternativen zur kleinbürgerlichen Norm der Kernfamilie ermöglichen: der amerikanische Spielfilm Mrs. Doubtfire (1993) und R. W. Fassbinders weitgehend unbekanntes Science-Fiction-Hörspiel Keiner ist böse und keiner ist gut (1972), in welchem Beengung, Intimität und Überschreitung gleichermaßen einen Ausdruck finden .

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