Komittee zur Demokratisierung der Informationstechnologie

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Komittee zur Demokratisierung der Informationstechnologie

Das Komittee zur Demokratisierung der Informationstechnologie (CDI) ist eine gemeinnützige Organisation, die mit dem Ziel arbeitet, junge Leute aus der Armut und dem sozialen Abseits zu befreien, indem sie freie Schulen für Informationstechnologie und Bürgerrecht gründet. CDI sieht die Beherrschung der Computersprache als Möglichkeit der Förderung von Arbeitsplätzen, Bürgerbeteiligung, Allgemeinbildung, Lese- und Schreibfähigkeit, Ökologie, Gesundheit, Menschenrechten und Gewaltlosigkeit.

CDI hilft den Gemeinschaften bei der Organisation ihrer eigenen Bildungsprogramme. Seit ihrer Gründung in Rio de Janeiro, Brasilien im Jahr 1995 hat CDI 130 Gruppen bei der Einführung ihrer autonomen, finanziell unabhängigen Schulen für Computertechnologie und Bürgerrecht (EICs) geholfen. Diese Gruppen befinden sich alle in den Armutsgegenden des Landes. Durch die Einführung des CDI-Modells haben die EICs über 35.000 Studenten aufgenommen, meist Kinder und Jugendliche aus den Slums. CDI gibt diesen Schulen technische Unterstützung, hilft bei der Ausbildung der Lehrkräfte und der Ausarbeitung des Lehrplans und stellt ihnen gespendete Software und Computerausrüstung zur Verfügung. Mit dem Ziel, den Aktionsradius auszuweiten und das Modell zu verbreiten, hat CDI erfolgreich seine Methodik angewandt, um verschiedene Bevölkerungsgruppen, wie Straßenkinder, sehbehinderte Jugendliche, Gefängnisinsassen und Einheimische zu erreichen.

CDI bietet diesen Gruppen kostenlose Hilfe bei technischen Fragen, bei der Ausbildung der Lehrkräfte sowie bei der Entwicklung von Lehrmethodik und speziellen Unterrichtsplänen für die verschiedenen sozialen Gruppen. Zusätzlich spendet CDI Computer, Drucker und diverse Software. Nach der Gründung eines EICs verpflichtet sich CDI selbst, bei deren Weiterentwicklung zu helfen.

Informationstechnologie ist eine der treibenden Kräfte im Modernisierungsprozess der heutigen Gesellschaft. Auch übt sie eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf junge Leute aus armen Gegenden aus. Fähigkeiten im Computerbereich sowie Kenntnisse der Menschenrechte und Ökologie, die an den Schulen für Computertechnologie und Bürgerrecht vermittelt werden, schaffen größere Möglichkeiten für Jugendliche und Heranwachsende sowie für deren Familien und Gemeinschaften. Darüber hinaus steigt der Bedarf an Fachkräften für Informationstechnologie auf dem Arbeitsmarkt. Junge Leute aus einkommensschwachen Gegenden mit Computerkenntnissen haben größere Chancen auf ein besseres Einkommen und somit auf eine Steigerung der sozialen und wirtschaftlichen Integration.

Viele staatliche und nicht-staatliche Organisationen Brasiliens sowie gemeinnützige und internationale Entwicklungsinstitutionen aus aller Welt haben die beachtliche Effektivität des CDI-Modells erkannt. Die UNESCO zum Beispiel hat einen großen Beitrag zur Unterstützung der CDI-Programme geleistet. Darüber hinaus gab die UNESCO CDI ihre offizielle Zustimmung. CDI erhält Unterstützung zur Durchführung ihrer sozialen Projekte in Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen sowie Vereinigungen und philanthropischen Organisationen. Mit Hilfe von Swiss Re Brasil Servicos de Participaces S/C Ltda, Microsoft, IBM, United Methodist Church, Ashoka und Global Partnerships und vielen anderen nationalen und internationalen Partnern baut CDI eine solide finanzielle und administrative Plattform auf, die eine sichere Investition neuer Mittel in die Entwicklung hochwertiger sozialer Programme ermöglicht.

Rodrigo Baggio (BR), Komittee zur Demokratisierung der Informationstechnologie, 2000

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