IPHONECHINA – if Apple was a state, would you rather live there or in China?

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IPHONECHINA – if Apple was a state, would you rather live there or in China?
IPHONECHINA – if Apple was a state, would you rather live there or in China?, 2013, © Christian von Borries
IPHONECHINA – if Apple was a state, would you rather live there or in China?, 2013, © Christian von Borries (Im Hintergrund ist die Arbeit "My Throat, My Air" von Loretta Fahrenholz zu sehen)
© Jeno Eugène Detvay

Stellen wir uns vor, Apple wäre ein Staat – würde man lieber in Apple oder lieber in China leben? Diese zunächst absurd erscheinende Frage stellt Christian von Borries in seinem dokumentarischen Essayfilm iPhone China (2013). Von Borries interessiert dabei ein weiterer Aspekt: Wenn heute Staaten wie Unternehmen geführt werden, werden dann auch Unternehmen wie Staaten geführt? Nicht zufällig hat Apple einen Manager, Andy Kemp, für die staatliche Homeland Defense abgestellt.

Zehn Prozent seines Umsatzes macht das weltweit größte Unternehmen Apple[1] im bevölkerungsreichsten Land der Welt. In China werden zudem alle Apple-Produkte hergestellt. Der kommunistisch-kapitalistische Staat behauptet, er sei auf dem Weg zu einer „harmonischen Gesellschaft“. Seit den Ereignissen auf dem Tiananmen-Platz herrscht in China eine unausgesprochene Übereinkunft mit der Bevölkerung: Der Verzicht auf politisches Engagement wird mit dem Versprechen privaten Wohlstands belohnt.

Auch Apple hat eine integrale Idee von Gesellschaft, basierend auf Familie, Beruf, Freizeit, das heißt einer Individualgesellschaft von Besitzenden ohne gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb zensiert Apple den App Store und damit die Plug-ins für unser Handeln im gesellschaftlichen Raum.


[1] Ranking der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC: nach Börsenwert.

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