Gefangen im Paradies

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Filmprogramm
Gefangen im Paradies
18. 10. 2013
21. 10. 2013

kuratiert von:

anwesend:

Alain Della Negra (FilmemacherIn)
,
Barbara Visser (FilmemacherIn)

„Was mich fasziniert, ist die Tatsache, dass Freiheit im Grunde genommen eine Illusion ist. Und das gilt für Künstler, Buchhalter oder Kriminelle“, sagt die niederländische Künstlerin Barbara Visser. Und Alain Della Negra, ein französischer Filmemacher, spürt in seinen Arbeiten stets manische Utopisten auf, von obsessiven Schamanen bis zu Furry-Fans. Das Programm Gefangen im Paradies präsentiert wahre Begebenheiten, dokumentiert von zwei Künstlern.

Clemens K., langjähriger Buchhalter der niederländischen Kunst- und Kulturstiftung, bucht 16 Millionen Euro auf sein eigenes Konto und verschwindet danach komplett von der Bildfläche. Visser verfolgt in ihrer spannenden und preisgekrönten Dokumentation den Betrüger bis nach Thailand, seinem selbstgewählten Zufluchtsort. Ihre akribische Recherche blickt mit künstlerischen Mitteln auf die Beweggründe und interviewt Freunde und Kollegen, die geschockt, verwirrt, beschämt und wütend zurückbleiben.

What to do in a new world? Die Auswahl von Kurzfilmen, die Alain Della Negra in Zusammenarbeit mit Kaori Kinoshita realisiert hat, ist Teil eines fortdauernden Projekts über neue spirituelle Communities weltweit – darunter die Sekte der Regenbogen-Krieger, der Schamane „White Wolf“ oder der „Heiler der Erde“, Marko Pogacnik. Ihre Geschichten erzählen immer auch von der Durchlässigkeit zwischen künstlerischen und religiösen Praktiken in unserer so außergewöhnlichen Zeit. Della Negra nimmt uns mit in eine Welt, deren vermeintliche Freiheit auch hier zu einem selbstgewählten Gefängnis wird.

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