Audiovisuelle Performance

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Werkleitz Festival 2016 Trans-Positionen
Werkleitz Festival 2016
Audiovisuelle Performance
8. 10. 2016

kuratiert von:

Moritzkirche Halle (Saale), Attempt No. 6: Hampus Lindwall, Joakim Forsgren und Leif Elggren
© Foto Matthias Knoch
Die Moritzkirche mit Sauer-Orgel
© Werkleitz
v.L.n.R. Martin Hartung, Leif Elggren, Tobias Fraß, Hampus Lindwall, Joakim Forsgren
© Falk Wenzel 2016

Auf Einladung des Kurators Martin Hartung entwickeln die schwedischen Künstler Hampus Lindwall, Joakim Forsgren und Leif Elggren eigens für das Werkleitz Festival eine audiovisuelle Performance, in deren Zentrum das Tonbandstimmenphänomen (Electronic Voice Phenomenon = EVP) steht, das die Aufzeichnung von Stimmen aus dem Jenseits zum Gegenstand hat. Die Künstler werden den Versuch unternehmen, Johann Sebastian Bach (1685–1750) und Georg Friedrich Händel (1685–1759) in der Halleschen Moritzkirche in einen Dialog treten zu lassen. Trotz ihrer geografisch zeitweise unweit voneinander entfernt liegenden Wirkungsstätten in Halle (Saale) und Leipzig ist nicht belegt, dass sich beide Musiker zu Lebzeiten je persönlich getroffen hätten.

Die künstlerische Auseinandersetzung ist von andauernden Forschungen zum immateriellen Erbe von Frequenzbereichen inspiriert. Elggren plant, sich in der Performance einer Methode des lettischen Tonbandstimmenforschers und Parapsychologen Konstantin Raudive (1909–1974) zu bedienen, der zeitweise mit dem Entdecker des EVP, Friedrich Jürgenson (1903–1987), zusammenarbeitete. Unter Verwendung von Germanium-Dioden soll eine Kontaktaufnahme mit dem Jenseits initiiert werden, die Lindwalls Orgelspiel sowohl mit Werken von Bach und Händel als auch mit improvisatorischen Einlagen einfassen wird.

[Eintrittspreise werden auf freiwilliger Basis erhoben. Die Einnahmen kommen dem Förderverein SAUER-Orgel Halle e. V. zugute, um die vollständige Restaurierung der Sauer-Orgel und deren Instandhaltung zu unterstützen.]

 

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