Audioscopic Research Archive

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Werkleitz Festival 2016 Trans-Positionen
Ausstellung zum Werkleitz Festival 2016
Audioscopic Research Archive
1. 10. bis 30. 10. 2016

kuratiert von:

Audioscopic Research Archive im Foyer der Kulturstiftung des Bundes, Leihgabe ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Friedrich Jürgenson; Carl Michael von Hausswolff
© Foto: Matthias Knoch
Das Audioscopic Research Archive des schwedischen Malers und Forschers Friedrich Jürgenson, zusammengetragen vom Installationskünstler Carl Michael von Hausswolff im Foyer der Kulturstiftung des Bundes
Eine Leihgabe des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Das Audioscopic Research Archive des schwedischen Malers und Forschers Friedrich Jürgenson, zusammengetragen vom Installationskünstler Carl Michael von Hausswolff
© Friedrich Jürgenson; Carl Michael von Hauswolff; © Foto ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Foto: Steffen Harms

Das Audioscopic Research Archive (2004) des schwedischen Malers, Opernsängers und Forschers Friedrich Jürgenson (1903–1987) ist eine Leihgabe des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Es wird vom 1.–30. Oktober im Foyer der Kulturstiftung des Bundes in Halle (Saale) gezeigt. Zusammengestellt von dem schwedischen Künstler Carl Michael von Hausswolff, umfasst das Archiv Forschungsdokumente Jürgensons zur Transkommunikation, die das Radio als Kommunikationsmedium mit dem Jenseits zum Gegenstand haben. Jürgenson entdeckte 1959 per Zufall das Tonbandstimmenphänomen (Electronic Voice Phenomenon = EVP). Unter Einbeziehung von Radio-Trägerwellen zeichnete er später die vielen mehrsprachigen und oft schwer verständlichen Stimmen auf, die als Kontaktaufnahmen von Verstorbenen gedeutet wurden.

Dem gläsernen Archivregal, das auf einer Länge von etwa fünf Metern zahlreiche Tonbänder und Notizen zusammenfasst, ist eine filmische Dokumentation mit dem Titel Die Brücke zur Unsterblichkeit (Regie: Rolf Olsen, 1987) beigegeben. Diese erläutert anhand von Interviewpassagen mit Jürgenson und seinen Wegbereitern die Entdeckung des schwedischen Forschers.
Auf einer Tagung zum EVP in Koblenz im Jahr 1977 sprach Jürgenson vor dem Hintergrund des schwer greifbaren Forschungsgegenstandes von der Notwendigkeit einer „Revolution des Bewusstseins“. Nach dem Zweiten Weltkrieg war seine grenzüberschreitende Entdeckung sowohl Ausgangspunkt als auch Weckruf eines toleranten und liebevollen Miteinanders jenseits der Grenzen von Zeit und Raum.

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