The Living Dead

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The Living Dead
© Marleine van der Werf

Dieses multidisziplinäre Projekt ist eine intime Reise, bei der die fragile Beziehung zu unserem biologischen Körper hinterfragt wird. Die Geschichte wird aus der Perspektive eines Cotard-Patienten erzählt. Dabei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, bei der die Betroffenen glauben, dass sie keinen Körper haben oder nicht existieren. Einige Ärzte und Wissenschaftler glauben, dass dieses Syndrom die Geheimnisse des Ortes, an dem sich unser Bewusstsein befindet, lüftet.

Um diese körperlose Erfahrung zu vermitteln, nutzt The Living Dead verschiedene Präsentationsformen wie Kino, virtuelle Realität und einen Tank mit sensorischem Entzug. Durch die Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern, Philosophen, Medizinern und Choreographen wird das Wissen über die Entkörperlichung integriert. Das Projekt erforscht Möglichkeiten zur Darstellung dieser Erfahrung in verschiedenen Präsentationsformen. The Living Dead lädt uns dazu ein, darüber nachzudenken, was "wir" in einer sich ständig verändernden Welt sind, in der wir mit Viren und der rasanten Digitalisierung konfrontiert sind. Welche Bedeutung haben unsere Körper für uns?

Vor der Uraufführung eines Films oder einer Installation erstellt Van der Werf Prototypen, die sie mit den Teilnehmenden testet. Dies bedeutet eine ständige Interaktion mit den Zuschauern, das Projekt ist ein fortlaufender Forschungsprozess. Während der Erprobung des Prototyps werden verschiedene sensorische Komponenten untersucht, um zu verstehen, wie diese die Erfahrung die Teilnehmenden beeinflussen.

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