Werkleitz, Live 2004

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6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Werkleitz, Live 2004
Werkleitz, Live 2004

Die Musikindustrie ist eine der heftigsten Verfechterinnen der gezielten Kriminalisierung einer sich über das Internet entwickelnden Kultur des kostenlosen Vertriebs kultureller Güter. Dabei stellt sich die Frage, ob ein kulturelles Produkt, wie z. B. „Madonna“ von Madonna allein hätte geschaffen werden können, oder ob es nicht auch die Millionen an „Madonna“-Hörern braucht, um aus jemandem, die singt, „Madonna“ zu machen, ob also nicht gerade in der Musikindustrie (nicht in der Musik) erst eine große Menge an Menschen das Produkt gemeinsam produziert (dieses Argument stammt von Erik Stein, einem der Panelisten der Werkleitz Biennale).

William Hunt greift in seinen Performances einige dieser kollektiv produzierten Musikstücke auf, Allgemeingültigkeit heischende Lieder von Liebe, wie sie z. B. von „Atomic Kitten“ gesungen werden und stellt sie in eine weitere Figur der Musikindustrie: die des männlichen Singer-Songwriters.

Nebst der Performance wird es von William Hunt noch einige Paraphernalia des Musikbetriebs wie das Fan T-Shirt zu sehen geben, also jene Waren, mit denen solche kollektiv produzierten Figuren hergestellt werden, die aber im Fall der von William Hunt konstruierten Figur von niemandem gebraucht werden.

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