Vor Ort hin und her gereichte Einladungen

Root Event

4. Werkleitz Biennale real[work]
Vor Ort hin und her gereichte Einladungen
DE 2000
© Thomas Bruns
© Thomas Bruns
© Thomas Bruns
© Thomas Bruns
© Thomas Bruns

Wir befinden uns mitten im Alltag zweier Dörfer. Für einige Tage krempelt sich der Alltag um und gibt großzügig Raum für Außergewohntes.

Am Anfang standen die Überlegungen wie wir uns bei dieser Biennale beteiligen könnten. Die thematische Vorgabe real[work] schien uns nicht geeignet, der zentrale Bezugspunkt für unser Projekt zu sein. Wir hielten es nicht für möglich, die Komplexität der Thematik „Arbeit“ innerhalb eines kurzfristigen Projektes angemessen bearbeiten zu können.

Die relative Selbstverständlichkeit, mit der sich in der Stadt als Künstler arbeiten läßt, verschwindet bei den Spaziergängen über den Deich.

Wir entschieden uns für die Beteiligung an der Biennale aufgrund ihrer Verortung in den Gemeinden Werkleitz, Tornitz und Grube-Alfred. Die Fragestellung nach den jeweiligen „kulturellen“ Identitäten schien uns der geeignete Anknüpfungspunkt für ein Projekt, das sowohl die Einwohner der Gemeinden als auch die Biennale-Besucher interessieren könnte.

Also gaben wir die Einladung zur Biennale mit dem Wunsch weiter, daß eine „Biennale der Werkleitzer und Tornitzer“ entstehen und etwas über die Bedeutung von Kultur an diesen Orten erzählen könnte.

Parallel dazu beschäftigten wir uns mit dem Kunstbegriff des sozialistischen Realismus und mit Kultur im Betrieb und stellten fest, daß in der DDR die Verbindung von Kunst und Arbeit schon einmal als bestimmendes Thema hergestellt worden war.

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