Visum Bestiarium

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Visum Bestiarium
Sebastian Schröder, Visum Bestiarum, 2011
© Sebastian Schröder, 2011

Das Bild vom Tier ohne Bilder von Tieren. John Bergers These vom „Verschwinden der Tiere aus unserer Gesellschaft“ verbildlicht sich: Durch Kunstfiguren oder leere Diorama-Landschaften wird die menschliche Imagination vom wilden Tier als Konstruktion offenbar. Mit fotografischen Mitteln bezieht der Künstler Sebastian Schröder eine ganz eigene, subjektive Position im Spannungsfeld der Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Die Foto-Installation Visum Bestiarium ist ein Tableau aus gerahmten Fotografien, das Ansichten und Ausschnitte verschiedener Dioramen aus deutschen Naturkundemuseen zeigt. Für die Aufnahmen der Bilder wurden die in den Schaukästen installierten Tierpräparate aus den Dioramen entfernt. Übrig blieb eine künstliche Landschaft, eine imaginäre Ideal-Natur, ein virtueller Raum, der zwar für ein Tier entworfen wurde, aber nur uns Menschen dient. Hier verschmelzen romantische Naturvorstellungen des 19. Jahrhunderts sowie Sehnsüchte nach Wildnis und Exotik mit naiver aber auch illusionistisch perfekter Naturrekonstruktion und symbolischer Collage.

Fotografie / C-Prints, Installation, 2011

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