Träumt für morgen

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Träumt für morgen
DDR 1956

In einem Ostberliner Hinterhof sehen Kinder ein Kasperletheater und fertigen danach mit einfachen Mitteln eigene Handpuppen an. Die erste Geschichte führen sie am Krankenbett eines Freundes auf. Sie spielen Szenen ihres Lebens nach und träumen davon, welche Berufe sie später einmal ergreifen wollen. „Glückliche Welt, in der jeder alles werden kann“, folgert der Kommentator am Ende des durch die authentische Darstellung der Kinder und ihres Milieus bestechenden Dokumentarfilms. Träumt für morgenist ein Plädoyer für menschliche Solidarität und eine Zukunft in Frieden und Freiheit. Der erste für das DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme produzierte Film des österreichischen Filmemachers Hugo Hermann steht für das kurze kulturpolitische Tauwetter im SED-Staat nach Stalins Tod 1953. Doch bereits während der Dreharbeiten zu Träumt für morgensowie in Verbindung mit seiner nächsten Produktion von 1957, Stahl und Menschen, gerät Hermann in Konflikt mit der staatlichen Filmbehörde, was zu seiner Entlassung aus der DEFA führte.

35mm, col, 19 min

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