The Meadow

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The Meadow
DE 2007

Konsequent, aber dennoch überraschend ist daher, dass der dritte Teil der Trilogie, The Meadow (2), wieder in Deutschland gedreht wurde – ohne den Ort explizit kenntlich zu machen. Zusammen mit seinem Bodyguard und einem riesigen amerikanischen Straßenkreuzer fährt der gealterte Jimmy in den Wald, um dort die Figuren seiner Filmkindheit – und nun auch des Werkzyklus von Bjørn Melhus – aufzusuchen. Die Tonzitate entstammen den James-Dean-Filmen Rebel Without a Cause und East of Eden sowie dem dramatischen Weltkriegs-Disneyfilm Bambi. Die quietschbunten Figuren der amerikanischen Kinomythologie aus Weit Weit Weg und Auto Center Drive sind im dunklen Licht des deutschen Waldes fahl geworden, sie stammeln von der offenen, freien Welt, der Wiese, die es zu erreichen gelte und die sie doch nie erreichen werden. Selbst der schicke amerikanische Kreuzer scheint in den langen, wartenden Einstellungen ein monströses Eigenleben zu bekommen, er wirkt wie ein böses, lauerndes Tier. Die medial vermittelten Versprechungen der Kindheit wandeln sich in ihrer Uneinlösbarkeit ins Bedrohliche. Alle komischen, leichten Elemente aus Bjørn Melhus’ früheren Arbeiten sind in The Meadow verschwunden, es bleibt nur noch der unverstellte Blick in den Abgrund.

(2) Obwohl The Meadow selbst Teil einer eigenständigen Trilogie ist, bestehend aus den Arbeiten The Castle – The Meadow – The City.

Bjørn Melhus, DE 2007, 30 Min., engl. OF m. dt. UT

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