Strategien des Dissens

Root Event

6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Filmprogramm
Strategien des Dissens
4. 9. 2004

kuratiert von:

Die Videos in ‚Strategien des Dissenz‘ verkörpern individuelle und kollektive Aktivitäten (meist am Rande der Legalität), die bestehende Copyrights attackieren, Herrschaftsansprüche in Frage stellen und dabei eine große Bandbreite kreativer Formen entwickeln. Der Praxis des Cultural Jamming folgend bedienen sich ‚Todesboten‘ (1994), ‚Infinite Justice‘ (2002) und ‚L‘ Axe du Mal‘ (2003) an Versatzstücken der Pop- und Mainstreamkultur. ‚Commercial 1‘ (2003), ‚Cop Watch‘ (2003), ‚Nichts ist mehr sicher‘ (2001) und ‚Retag: Retroactive Logo Distribution‘ (2001) imitieren – teilweise auf parodistische Weise – kapitalistische Strukturen und Überwachungstechniken, um kritische Inhalte zu transportieren. Neue Wege der Informationsverbreitung und des Street Happenings werden in ‚Retooling Dissent‘ (2002) und ‚Catch us! if you can‘ (2003) erprobt, während sich das anarchische Musikvideo ‚Copyright Slavery‘ (2004) gegen die Privatisierung Geistigen Eigentums wendet. Adbusters, ATTAC und a-clips benutzen das Format des Werbe- und Kinoclips zum Aufbau eigener Distributionskanäle. Auch wenn der Urspung dieser Strategien in einigen Fällen auf kindliche Freude an der Devianz zurückzuführen sein mag, stellen diese Videos trotzdem (oder gerade deshalb) relevante und subversiv wirkende Module im Kampf gegen die zunehmenden Versuche dar, kulturelle und natürliche Ressourcen zu reglementieren, zu monopolisieren und auszubeuten. P. Z.

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