Station 0: Ground Zero

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Aktivitäten zum Bauhausjubiläum Atlas – Im Spiralnebel der Moderne
Station 0: Ground Zero
DE 2019
Jan Herzog, Ground Zero - Stunde Null, Künstlerisch plastisches Modell von Dessau nach Kriegsende 1945
© Foto Matthias Knoch
Jan Herzog, Ground Zero - Stunde Null, Künstlerisch plastisches Modell von Dessau nach Kriegsende 1945
© Foto Matthias Knoch

Zwischen den Weltkriegen war Dessau ein Ort fortschrittlicher Politik, Forschung und Industrie. In der NS-Zeit kippte diese Situation in den Schrecken. Aus den enteigneten Junkers-Werken wurde eine der größten Rüstungsschmieden der Welt, und das Zyklon B aus der Dessauer Zuckerfabrik diente dem Massenmord im Vernichtungslager Auschwitz. Im Bombenkrieg gehörte Dessau mit über 80% Zerstörungsgrad zu einer der am schwersten beschädigten deutschen Städte. Auch wenn die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Bedeutung als Industrie- und Forschungsstandort in Teilen wiedererlangte, hat sich das Stadtbild nie von den Zerstörungen erholt. Wie der von Walter Benjamin beschriebene Engel der Geschichte, der vom Sturm der Katastrophen rücklings in die Zukunft geblasen wird, blickt Dessau auf die Ruinen der Vergangenheit. Auf dem Boden am Fuße des Atlas-Gerüsts zeigt das von dem Keramikkünstler Jan Herzog hergestellte Modell die Stadt in der „Stunde Null“ unmittelbar nach Ende des Krieges.

Technik und Material : Grob schamottierter Ziegelton, die verwendeten Glasuren enthalten Beimengungen von Schutt, Sand und Asche. Brenntemperatur: 1160 Grad Celsius.

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