Sovetskaja elegija / Soviet Elegy

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Filmprogramm Utopie und Gegenwart
Sovetskaja elegija / Soviet Elegy
SU 1989

Der Film beginnt mit einem Gang über einen Friedhof, der zum Sinnbild für das Ende einer politischen Epoche wird. Darauf folgen 120 Bilder kommunistischer Führer aus der Geschichte der Sowjetunion, deren Namen leise verlesen werden. In der Rückschau verleihen sie dem sich bereits in Auflösung befindlichen sozialistischen System noch einmal die Gesichter einer widersprüchlichen Zeit, der Ansätze gegensätzlicher Interpretationen und Umsetzungen der kommunistischen Utopie innewohnten. Sovetskaja elegija endet mit statischen Einstellungen, mit langen, ruhigen Beobachtungen Boris Jelzins zu Hause, noch vor seiner Zeit als russischer Präsident. Die Kamera verharrt vor einer seltsam unwirklich und gleichsam utopiefrei wirkenden Szenerie, einem zeitlichen Vakuum.

 (Aus dem Archiv der Internationalen Kuzfilmtage Oberhausen; http://sokurov. spb.ru)

Alexander Sokurov, SU 1989, 37 min, russisch mit dt. UT

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