So is this

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2. Werkleitz Biennale 1996 Cluster Images

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So is this
CA 1982

Michael Snows Film ist so aussergewöhnlich, dass man ihn besser nur kurz beschreibt, um keine Überraschungen vorwegzunehmen oder sich wirklich gründlich mit ihm auseinandersetzt. Wie „Wavelenght“, Snows epochaler 45-Minuten-Zoom, oder „A casing Shelved“, der aus einem einzigen Kleinbilddia und einer dreiviertelstündigen Tonbandaufnahme besteht, nutzt „So is this“ ein Konzept von einfacher Eleganz, das sich als überraschende, zunehmend reicher werdende Erfahrung entpuppt. Snows Film ist ein Text:
jede Einstellung besteht aus einem einzigen Wort aus weissen Buchstaben vor schwarzem Hintergrund, die fast den ganzen Bildausschnitt einnehmen. Passenderweise beginnt „So is this“ mit einer Beschreibung seiner selbst (jedes Wort erscheint einzeln auf der Leinwand): Das ist der Titel dieses Films. Der übrige Film wird genauso aussehen wie das. Der Film wird aus einzelnen Wörtern bestehen, die eins nach dem anderen dargeboten werden, um sich zu Sätzen zu fügen und hoffentlich (dort beginnt Ihre Mitarbeit) Sinn zu ergeben.
Der Film behält diese selbstreflexive Form während der folgenden 40 Minuten bei, lügt über seine Länge, spricht (selektiv) über seine Vorläufer, nimmt Zuschauerfragen vorweg und fällt konkrete Poesie und streut gleichzeitig Sand ins Getriebe einer theoretischen Debatte (ist Film eine Sprache?), die seit 60 Jahren immer wieder neu entflammt.
(J. Hoberman: Village Voice, 28. Sept. 1982)

16mm, 45 min

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