Semiotics of the Kitchen

Root Event

4. Werkleitz Biennale real[work]
Semiotics of the Kitchen
US 1975

Semiotics of the Kitchen nimmt die Form einer parodistischen Kochdemonstration an, in welcher, wie Rosler bemerkt, „ein anti-Julia Kind die domestizierte „Bedeutung“ von Werkzeugen durch ein ganzes Wörterbuch von Wut und Frustration ersetzt“. In dieser auf einer Performance basierenden Arbeit ist die statische Kamera auf eine Frau in der Küche gerichtet. Auf der Arbeitsplatte vor ihr liegt eine Reihe von Werkzeugen, die sie, jedes einzeln, aufhebt, benennt und vorführt, jedoch mit Handbewegungen, die weit über den normalen Gebrauch des Werkzeuges hinausweisen. In einer ironischen Grammatologie der Klänge und Gesten treten die Frau und ihre Gerätschaften in ein vertrautes System der alltäglichen Küchenbedeutungen ein, um dieses dann wiederum zu überschreiten - die beruhigenden Zeichen der häuslichen Verrichtungen und der Nahrungsmittelproduktion brechen in Wut und Gewalt aus. In diesem Alphabet der Küchengeräte, so wiederum Rosler, „ist es die Frau, die wenn sie spricht, ihre eigene Unterdrückung benennt“.

Martha Rosler, US 1975, 6:09 min, b&w

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