Roger & Me

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4. Werkleitz Biennale real[work]

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Roger & Me
US 1989

Der im Titel genannte Roger ist kein anderer als der Vorsitzende des Aufsichtsrats von General Motors, Roger B. Smith. Moore schildert seine vergeblichen Versuche, mit Smith ins Gespräch zu kommen. Er will dem Autoboss klarmachen, was Massenentlassungen für Flint bedeuten. Flint ist nicht irgendeine beliebige Produktionsstätte: Hier schlug 1908, als die Buick Motor Car Company in General Motors aufging, die Geburtsstunde des Konzerns. Seit Beginn der 80er Jahre geht es mit Flint abwärts:
Die Konzernspitze verlegte einen Teil der Fertigung in das billigere Mexiko und entließ 30.000 Arbeiter.

Moore hat das Kunststück fertiggebracht, an einem konkreten, genau beobachteten Einzelfall einen allgemeinen Sachverhalt anschaulich zu machen - den amerikanischen Traum und seine Kehrseite. Der unerschütterliche Optimismus der Betroffenen und ihre Bemühungen, mit dem Schicksalsschlag fertig zu werden, haben etwas zugleich Sympathisches wie Groteskes.
Obwohl er seinen ernsten Anlass nie aus dem Auge verliert, ist der Film so komisch, dass die Schar der abgebrühten Kritiker nicht aus dem Lachen herauskam.  (Jörg von Uthmann)

Michael Moore, US 1989, 35mm, 85 min, col

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