Preis des Wohnens

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Preis des Wohnens
27. 10. 2017

Die Wohnungsfrage ist wieder da. Steigende Mieten und hohe Neubaukosten machen bezahlbaren Wohnraum zu einem seltenen Gut in den großen Städten. Seit jeher versagt die freie Marktwirtschaft darin, das Wohnungsproblem auch für einkommensschwache Haushalte zu lösen. Nur durch staatliche Investitionen, vor allem in Form sozialer Wohnungsbauprogramme, konnte in der Vergangenheit eine angemessene Wohnraumversorgung breiter Bevölkerungsschichten gewährleistet werden. Dabei zeichnete sich das 1950 in der BRD eingeführte Fördermodell des Sozialen Wohnungsbaus – im Unterschied sowohl zur Planwirtschaft der DDR oder anderer sozialistischer Staaten als auch zu den Programmen der westeuropäischen Nachbarländer – durch eine Besonderheit aus: Der Status „Sozialwohnung“ war und ist zeitlich begrenzt. Nach Ablauf der Bindungsfristen verbleiben die mit öffentlichen Mitteln errichteten Wohnungen in Privateigentum. Dies ist ein Grund dafür, dass sich der heutige Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland trotz Neubau weiter reduziert und Mieter mit massiven Mieterhöhungen konfrontiert werden, sobald der Sozialstatus ihrer Wohnung endet. Vor dem Hintergrund der langen Geschichte mehr oder weniger sozialer Wohnungspolitiken in Europa widmet sich diese internationale Auswahl an historischen und zeitgenössischen Kurzfilmen dem Thema Wohnen als einem der grundsätzlichsten Bedürfnisse des Menschen sowie den Effekten eines vornehmlich profitorientierten Denkens in der Stadt- und Regionalplanung.

Einführung: Florian Wüst

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