Oum Shatt

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Werkleitz Festival 2017 Nicht mehr, noch nicht

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Werkleitz Festival 2017 Nicht mehr, noch nicht Performances
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Oum Shatt
21. 10. 2017
Oum Shatt
© Oum Shatt

Oum Shatt machen funkelnde Großstadtmusik vom Feinsten und kreieren mit ihrem Mix aus entschlacktem Rock’n’Roll, arabischen Harmonien und hypnotischer Rhythmik einen wahrhaft kosmopolitischen Sound jenseits jeglicher Weltmusik-Klischees. Das 2013 gegründete lose Kollektiv um Jonas Poppe – mit Chris Imler (u. a. Golden Showers, Die Türen, Jens Friebe), Hannes Lehmann (früher Mina, Contriva) und Jörg Wolschina (u. a. Der elegante Rest) – hat nach seiner gefeierten Single Power to the Women of the Morning Shift im letzten Jahr sein erstes Album veröffentlicht. Oum Shatts gleichnamiges Debüt ist ein analoges, geometrisches Tanz-Konstrukt; im Arrangement modern und transparent, aber eine Vergangenheit heraufbeschwörend, die es so nie gegeben hat.

Es finden sich Referenzen an türkische psychedelische Musik der 70er, amerikanischen Surf, aber auch Anleihen an New Wave, frühe elektronische Musik oder Film-Soundtracks. Jonas Poppes tiefer Gesang, Chöre und dezent benutzte Samples sowie die (mitunter modifizierte) phrygische Tonskala, auf der die meisten Songs basieren, geben dem Album zeitweise ein mystisches Klangbild, das sich oft gegen Ende der Stücke spiralenhaft ausdehnt, aber gleichzeitig zu verdichten scheint. Lyrisch verbindet Jonas Poppe dabei Liebe und Politik, Sex und Krise, Massaker und Flucht, Hoffnung und Dilemma zu einem eher düsteren Gesamtbild, allerdings mit Lakonie und untergründigem Humor. Ein wahres Metropolenalbum also. Live sind Oum Shatt übrigens noch viel besser als aus der Konserve.

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