Nostalgia for a Myth

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Nostalgia for a Myth
DE 2015
©Werkleitz

Nostalgia for a Myth ist eine kinetische Sound-Skulptur, die für die Installation an einem Flussufer konzipiert wurde. Es handelt sich dabei um die Kombination aus einer Wassermühle und einer Polyphonvariation – einem mechanischen Musikautomaten, wie er Ende des 19. Jahrhunderts in Leipzig hergestellt wurde. Die Strömung des Flusses bestimmt, wie oft die populären nostalgischen Musikstücke abgespielt werden, und erzeugt gleichzeitig eine eigene Lightshow.

Verwurzelt ist diese Arbeit teils in Robin Moodys eigenem nostalgischen Interesse an ausgefeilten mechanischen Apparaten aus alten Zeiten, aber mehr noch in aktuellen Nostalgietrends und deren Sehnsucht nach einer einfacheren Zeit, die es aber nie gegeben hat. Für Moody beinhalten auch moderne Vorstellungen von „Bioessen“ und „Alternativmedizin“ eine gewisse Nostalgie, die sich größtenteils in Nahrungsängsten und einer Besessenheit mit Natürlichkeit, der Angst vor Chemie und einem Mistrauen gegenüber der Schulmedizin äußern. Was oft nach bloßer Verschrobenheit aussieht, ist im Kern eine Ablehnung von Wissen.

Fortgeführt und am Leben erhalten werden diese wissenschafts- und technologiefeindlichen Fetische ironischerweise mittels eben jener rasend schnellen Verbreitungsmechanismen von (falschen) Informationen, die durch die technologische Entwicklung erst möglich geworden sind.

Die Installation wird am Ufer der Saale, in der Nähe der Klausbrücke präsentiert.

Mixed-Media-Installation
Die Installation wird außerhalb des Festivalzentrums präsentiert. Fußweg 13 min über Leipziger Straße und Marktplatz zur Saale.
Klausbrücke/Nähe Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)

Stipendium: Dezember 2014–Februar 2015, Werkleitz (DE)

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