Dinge des täglichen Lebens spiegeln Kultur wider

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Ausstellungsprojekt Nachweis für Besiedlung
Dinge des täglichen Lebens spiegeln Kultur wider
DE 2014
Doris Köther, Dinge des täglichen Lebens spiegeln Kultur wider
© Foto Yvonne Most 2014

Alltagsgegenstände werden durch ihren Gebrauch so selbstverständlich, dass wir sie nicht in Frage stellen. In der Archäologie wurden Methoden entwickelt, mit deren Hilfe materielle Hinterlassenschaften von Produzenten und Nutzern vergangener Epochen befragt werden können. Gerade bei prähistorischen Gesellschaften nimmt die Einordnung materiell erfassbarer Hinterlassenschaften einen großen Raum ein. Die Alltagsgegenstände der Sammlung Nachweis für Besiedlung bieten Einblick in eine Gesellschaft jüngster Vergangenheit, welche in dieser Form nicht mehr existiert.

Artefakte die sich direkt oder indirekt mit der Zubereitung, dem Verzehr oder der Verwahrung von Hühnereiern befassen, sind zahlreich in der Sammlung repräsentiert. Die Arbeit Dinge des täglichen Lebens spiegeln Kultur wider beleuchtet das Ei als Grundnahrungsmittel in der Kultur Halle-Neustadts im Spiegel der Fundstücke. Dazu wurden Gegenstände, die eine Verbindung zum Thema haben, ausgewählt und in einem zeitlich und ästhetisch sinnvollen Ablauf arrangiert. Das besondere Formen-, Farben- und Materialspektrum der DDR-Produkte erinnert an eine bereits zurückliegende Zeit. Im zeitlichen Abstand von mehr als 25 Jahren werden die Alltagsgegenstände neu gesehen und von ihrer einstig unmerkbaren Selbstverständlichkeit herausgelöst. Im Wiedererkennen spürt der Betrachter ein Echo vergangener Erfahrungen.

Doris Köther, Installation, DE 2014

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