Musterhaus 2000

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4. Werkleitz Biennale real[work]
Musterhaus 2000
DE 2000
Musterhaus 2000
© Thomas Bruns
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© Thomas Bruns
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Neue Architektur und Gestaltungselemente im städtischen Raum, werden mittlerweile in ähnlich standardisierter Form und Bedingungen und unter ähnlichen unternehmerischen Erwägungen produziert, wie Konsumprodukte. Die kurzfristige Erschließung der neuen Bundesländer durch die „freie Marktwirtschaft‘ ebnete den Weg für den massiven Einsatz zum alltäglichen Standard erhobener ästhetischer Maßnahmen.

Anlässlich der Werkleitz Biennale entwickelten Eva Hertzsch und Adam Page ein Fassadenverkleidungssystem, das, inspiriert durch in Büroneubauten eingesetzte Materialien, „Effizienz und Strategie am Bau‘ versprach. Mit einer Hauswurfsendung in den Haushalten von Werkleitz und Tornitz warben sie für ihr Projekt. Die Fassade eines bisher unsanierten Hauses sollte neu verkleidet werden. Das vorgeschlagene System bestand aus verschiedenen exemplarischen Fassadenelementen - Wellblechpanelen, Sonnenschutzgittern, Fahnenmasten, Beschilderungen und einer Alarm- und Videoüberwachungsatrappe angefertigt aus hellgrauem Kunststoff. „Egal, ob Sie es anlässlich der Aufnahme einer neuen selbständigen Tätigkeit zu Hause oder aus persönlichem Gefallen an der Gestaltung einsetzen, das System verursacht eine Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen den geschäftlichen und privaten Lebensbereichen. Konkurrieren Sie mit.“

Die neue Fassade eines Einfamilienhauses in der Saalestr.16, Werkleitz kommt in ihrer Perfektion einer Photoshop-Simulation nahe und wirft eine Vielzahl von Fragen auf, des Arbeitens von ‚zuhause‘, und der Macht einer symbolischen Ästhetik.

Die Konzeption wurde in enger Zusammen arbeit mit der Familie Röseler realisiert.

Eva Hertzsch & Adam Page (D), Musterhaus 2000.

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