MotionControl Modell 5

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2. Werkleitz Biennale 1996 Cluster Images
MotionControl Modell 5
7. 9. 1996

MotionControl Modell 5 ist ein massives, derzeit 45 min langes Ereignis. Es ist die aktuelle Produktion der Wiener Medienkunstgruppe Granular~Synthesis, die sich seit 1992 mit der Entwicklung von audio-visuellen Resynthese-Modellen als Mittelpunkt ihrer ästhetischen Untersuchungen beschäftigt. Seit der Uraufführung im Mai 1994 im ICA London ist MotionControl Modell 5 in verschiedenen Konfigurationen international erfolgreich gezeigt worden. MotionControl Modell 5 problematisiert Aspekte von Zeiterfahrung, Körperlichkeit und Entkörperlichkeit in Form einer konfrontativen und sinnlichen Livesituation. Im Mittelpunkt steht der Kopf der japanischen Performerin Akemi Takeya, ihre Emotionen und Laute. Der Kopf wird in vier parallelen Resynthese-Sequenzen (Clones) auf einer Wand aus vier Leinwänden und Lautsprechern abgebildet und als vierstimmiger Chor von aggresiven Synthesizer-Schlägen und mächtigen Subbässen begleitet. Beim Festival ARTEC 95 erlangten Granular~Synthesis den Grand Prix-Preis für ihr Projekt mit folgender Begründung: MotionControl Modell 5, ausgezeichnet mit dem Grossen Preis, ist eine radikale Arbeit, in der durch komplizierte Bewegungen und mechanische Wiederholungen von Körpersprache, Emotionen eine mitleiderregende menschliche Psyche gezeigt wird.“
(Lisi Breuss, Projektkoordination)

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