Montagetheorie / Dramaturgieformen

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Workshop
Montagetheorie / Dramaturgieformen
20. 6. bis 22. 6. 2014

Seit den 1990er Jahren veränderte sich die Arbeitswelt der Cutter und Editoren durch die Möglichkeiten digitaler Schnittsysteme radikal. Wie beeinflussen Digital Cut, Compositing und nonlineares Editing die arbeitstechnischen, gestalterischen und dramaturgischen Strategien der Montage? Welche Möglichkeiten sind neu hinzugekommen, welche Erfahrungen der haptischen Filmmontage sind noch heute gültig? Was haben rough cuts, direct editing und jump cuts mit veränderten Sehgewohnheiten zu tun? Was hat sich unabhängig von technologischer Innovation verändert? Welche Irrtümer von ehemals ehernen Regeln sind überholt, wie z. B. the holy three und der unsichtbare Schnitt? Was haben heutige Montagemuster auch mit den Vorgaben veränderter Kameraführung zu tun? Wie verändert sich die Schnittfrequenz in den letzten Jahren? Dabei geht es sowohl im fiktionalen als auch im nonfiktionalen Bereich um die Mikroanalyse von Sequenzen.

Der Workshop vermittelt gestalterische und theoretische Kenntnisse, indem klassische und neue Methoden der Filmmontage gegenübergestellt und anhand von Filmausschnitten aus der Film- und Fernsehgeschichte veranschaulicht werden. Er richtet sich an alle interessierten Medienschaffenden, deren Motivation über das operating der Schnittsoftware hinausgeht, die sich editing solutions nicht von der Software vorgeben lassen, sondern selber reflektieren, und schließlich an alle, die Freude an der Kunst der Filmmontage haben.

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