Lost Library

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6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Lost Library
Edgar Arceneaux, "Cosmology" 2003, Collage mit Zeichnungen, Glasmalerei, Fotos, Papier, Tape, Courtesy of Galerie Kamm, Berlin

Die Aneignung, Organisation und Interpretation von Wissen sind zentrale Themen der mehrteiligen und assoziativen Installation „Lost Library“ von Edgar Arceneaux. Dabei dienen Texte wie „Die Bibliothek von Babel“ von Jorge Luis Borges oder Umberto Ecos Beschreibung der Bibliothek von Alexandria, dem Ort, an dem einmal alles verschriftlichte Wissen versammelt war, als fiktives Material. Strukturelle und ideologische Bezüge werden zwischen diesen Ordnungssystemen und mittelalterlichen sowie aktuellen Kartographien aufgetan. Neben dem Stadtplan von Los Angeles, einem Mikrokosmos mit über hundert verschiedenen Sprachen und Dialekten, finden sich bei Arceneaux gleichzeitig Verweise auf frühe Filmtechniken und auf Hollywood als Ort monopolisierter Geschichtsschreibung. Arceneaux nonlineare Kontextualisierungen folgen der Idee von der allen bestehenden Systemen zu Grunde liegenden dynamischen Natur, damit auch von der Relativität von Archiven und Sammlungen: die Bibliothek als Kosmos und als Chaos.

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