Line Describing a Cone

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Line Describing a Cone
US 1973
Line Describing a Cone, 1973 © Courtesy of Anthony McCall and LUX, London

In Line Describing a Cone wird aus einem weißen Punkt innerhalb von 31 Minuten ein Kreis. Dennoch wenden die Betrachter sich intuitiv nicht der Leinwand zu, sondern dem Projektionsstrahl: Mithilfe eines künstlichen Nebelschleiers wird aus dem dünnen Lichtstrahl des Projektors nach und nach ein großer, innen hohler und glaubhaft „stabiler“ Lichtkegel: Die „Linie“ des Kreises „beschreibt einen Kegel“. Dies ist die erste Arbeit einer Reihe, die McCall als „solid light films“ bezeichnet und zwischen 1973 und 1975 produzierte. Das Betreten dieser Filmprojektion ist eine äußerst spielerische und magische Erfahrung. Hier wird so überzeugend Rauminhalt produziert, dass man sich automatisch duckt, um unter dem Kegel hindurchzugehen. In der Mitte des Kegels zu stehen, während sich das Licht großflächig um den Körper legt oder die glatte Oberfläche mit der Hand zu durchbrechen, hat schon so manchen zynischen Kunstkritiker zum begeisterten Performer gemacht. Der Film sorgt für spontane Kommunikation zwischen seinen „Akteuren“, etwas, das nur wenigen zeitgenössischen Kunstwerken gelingt.

16mm, b/w, 30 min

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