La Commune (Paris 1871)

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6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
La Commune (Paris 1871)

Im März 1871 tobt der Bürgerkrieg in Paris. ArbeiterInnen und Revolutionäre des 11. Arrondissements gründen die Pariser Kommune, in der Absicht, soziale Reformen, demokratische Mitbestimmung und die Verbesserung der Lebensbedingungen auf den Weg zu bringen. Peter Watkins Film „La Commune (Paris 1871)“ (FR 1999, 345 min) verknüpft die Wiederinszenierung des bis heute vernachlässigten Schlüsselereignisses im Kampf der europäischen Arbeiterklasse des 19. Jahrhunderts mit aktuellen Themen und der Kritik an den Massenmedien: 200 DarstellerInnen in historischem Gewand debattieren über das Modell der Kommune und die zeitgenössische Gesellschaft, über Globalisierung, Fremdenfeindlichkeit und audiovisuelle Standardisierung. Während des unkonventionellen Filmprozesses entfaltet sich eine kollektive Praxis, die bis heute in Form der Vereinigung Rebond pour la Commune weitergeführt wird. Die zunehmende Marginalisierung von Filmprojekten wie „La Commune (Paris 1871)“ durch die Kulturindustrie machte Rebond zum Gründungsmitglied der Kooperative co-errances, in der VerlegerInnen, Film- und KulturproduzentInnen zusammenarbeiten. Als Alternative zur marktorientierten, monopolisierenden Kulturindustrie vertritt co-errances den Ansatz autonomer Produktion und Distribution von Inhalten.

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