Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt

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6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt
DE 1932
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt

Unter großen materiellen Schwierigkeiten produzierte der junge Regisseur Slatan Dudow einen der wenigen eindeutig kommunistischen Filme der Weimarer Republik, ‚Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt‘, nach einem Drehbuch von Bertolt Brecht und Ernst Ottwalt. Rund ein Viertel der Szenen mußte in zwei Tagen abgedreht werden. Nach seinem Erscheinen wurde der Film sofort von der Filmprüfstelle Berlin zensiert. „Der Inhalt und Absicht des Films geht am besten aus der Aufführung der Gründe hervor, aus denen die Zensur ihn verboten hat“, schreibt Brecht. Nach heftigen Protesten erhielt er kurz später die Freigabe, allerdings unter der Auflage des fortgesetzten Verbots einiger Stellen im Film.

‚Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt‘ erzählt die Geschichte einer erwerbslosen Berliner Arbeiterfamilie, die die Miete ihrer Wohnung nicht mehr aufbringen kann und in die Laubenkolonie ‚Kuhle Wampe‘ zieht. Der Abbau der Arbeitslosenunterstützung für Jugendliche treibt den einzigen Sohn, Franz, der den Anschluß an die kämpfende Arbeiterschaft nicht findet, in den Selbstmord. Als Tochter Annie ihrem ebenfalls erwerbslosen Freund Fritz mitteilt, dass sie schwanger ist, entschließen sie sich zur Heirat. Noch während der Hochzeitsfeier scheitert die Ehe. Auf einem Sportfest treffen sie sich wieder und erfahren die Macht der Solidarität der Arbeiterschaft.

DE 1932, 35mm, 78 min, OF

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