Heaven Heaven Heaven

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2013
Heaven Heaven Heaven, 2013, © Barbara Caveng
© Joachim Gern
Heaven Heaven Heaven, 2013, © Barbara Caveng
© Jeno Eugène Detvay
Heaven Heaven Heaven, 2013, © Barbara Caveng
© Wieland Krause
Heaven Heaven Heaven, 2013, © Barbara Caveng
© Wieland Krause

Das aus Menschenknochen zusammengebaute Werk Heaven Heaven Heaven von Barbara Caveng (*1963) entspricht ziemlich genau der Originalgröße einer Kalaschnikow AK-47. Verwendet wurden ein Schulterblatt, ein Oberschenkelknochen, Elle und Speiche, ein Oberarmknochen, ein Unterschenkelknochen, ein Fuß- und ein Handskelett. Waren es bislang Materialien wie Fett, Filz, Lumpen, Elefantendung, Schneckengehäuse, Schokolade oder Tierknochen, die von Künstlern in der Gegenwartskunst eingesetzt wurden, kommt es nun in dieser Arbeit erstmals zu einer Verwendung von menschlichen Knochen, um eine Waffe darzustellen, deren einziger Zweck es ist, Menschen zu töten. 100 Millionen dieser vollautomatischen Gewehre sollen weltweit im Umlauf sein. Vietnam, Afghanistan, Kongo, der Balkan, Palästina, Syrien, Ägypten – keine kriegerischen Krisen ohne die Kalaschnikow.

Auch die Kunst selbst hat das Potenzial, die Bedeutung einer Waffe anzunehmen oder als solche bewusst eingesetzt zu werden. Ob in der Literatur oder der bildenden Kunst, ob als Auftragsarbeit für die Zwecke politischer Propaganda oder in ihrer Rolle als freie Kunst. So schon zusammengefasst in der Aussage von Friedrich Wolf aus dem Jahr 1928: „Die Kunst heute ist Scheinwerfer und Waffe!“

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