Fox 7D (Bild 6)

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Fox 7D (Bild 6)
Anna Maria Gawronski, Fox 7 D, 2010
© Anna Maria Gawronski 2010

DasBild 6 aus der Reihe Fox 7D zeigt in Manier heimatkundlicher Abbildungen einen Fuchs am Waldrand. Die Jacquardweberei erhält durch das Aufsetzen einer 3D-Brille bei der Betrachtung eine räumliche Tiefe. Das hierfür verwendete Anaglyphenverfahren, die Erzeugung von räumlichen Bildszenen durch die Unterlegung der Bildumrisse durch versetzt angeordnete Komplementärkontraste, ist hierbei in doppelter Hinsicht als Verweise auf das Nostalgische und Illusionäre zu verstehen. Das Anaglyphenverfahren war eins der ersten Verfahren zur Erzeugung dreidimensionaler Raumillusion und hatte seine Hochphase in den 50-70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Übertragung dieses Verfahrens auf die Jacquard Musterwebmaschine, Symbol für die industrielle Revolution, ist eine intelligente Korrespondenz zwischen „industrialisiertem“ und „digitalisiertem“ Bild. Dieses mehrfache Spiel mit dem trügerischen Bild und seiner nicht eindeutig perzipierbaren Oberfläche wird dadurch noch weiter verschärft, dass die in der Fotovorlage erfasste, äußerst wachsam wirkende Tiergestalt in Wirklichkeit ein ausgestopftes Fuchs-Exponat war.

ca. 72 x 160 cm, Jacquardweberei, 2010

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