Exploring a Small Canyon

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werkleitz Biennale 2006 Happy Believers
Exploring a Small Canyon
GB 2003

Was hinter diesen Schichten liegt, wird oft (manchmal ist es nicht anders möglich) durch eine strikte schwarz-weiß Linse interpretiert. Wir können vermitteln, dass wir glücklich oder enttäuscht sind, aber die wirklichen Gründe dafür, einschließlich der Schichten der Erinnerung und Erfahrung, die das ,Warum‘ beeinflussen, sind nur mit ausführlichen und oft unmöglichen Erklärungen begreifbar. Mike Marshalls minimalistische Videoarbeit Exploring a Small Canyon vermittelt die Komplexität der einfachsten Konzepte, mit denen wir regelmäßig und unmerklich umgehen müssen. In einer kleinen Schlucht ruft der Künstler „Yes“, was als erwartetes Echo zurückkommt. Nach einer Weile wird das „Yes“ mit einem „No“ beantwortet, und die beiden Worte verflechten sich ineinander. Dasselbe passiert mit „Hello“ und „Goodbye“, und bevor es uns klar wird, befinden sich diese einfachen Konzepte in einem komplexen Kampf, der normalerweise versteckt wäre, den wir aber alle als gewöhnliche Ereignisse in unseren alltäglichen Denkprozessen erkennen. Die Intensität der einfachsten Entscheidungen, die wir treffen, wird oft als selbstverständlich angenommen, und Marshalls Arbeit befreit diese Prozesse buchstäblich und zeigt die begrenzte Macht der Sprache bei unseren hehren Versuchen, uns anderen mitzuteilen.

(Jan Schuijren, Angela Plohman: Spuren des Nächsten)

Mike Marshall, GB 2003, Video, 3min
Courtesy the artist

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