Exkursion: Botanischer Garten — Aufschreibesysteme und Privatisierung von Ressourcen

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6. Werkleitz Biennale Common Property / Allgemeingut
Exkursion: Botanischer Garten — Aufschreibesysteme und Privatisierung von Ressourcen
3. 9. 2004

anwesend:

hybrid video tracks (Künstlergruppe), hybrid video tracks (MedienkünstlerIn)
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Ulrich Brand (RespondentIn)
,
Eva Bremer (RespondentIn)

Der Botanische Garten in Halle entstand 1698 bei der Gründung der Universität als einer der ersten Gärten dieser Art in Brandenburg. Er befindet sich noch heute an seinem ursprünglichen Ort und umfasst rund 12.000 Pflanzen, die nach der von Carl von Linné entwickelten Systematik einer binären Nomenklatur angelegt werden: Die Bepflanzung erfolgt nach Gattung und Art, ‹typische Vertreter› verschiedener Pflanzenfamilien werden nach systematischen Gesichtpunkten auf separierten Beeten kultiviert. Neben dem eigentlichen Garten verfügt der Botanische Garten über ein großes Herbarium, wo wertvolle, teilweise bereits ausgestorbene Pflanzen aus der ganzen Welt dokumentiert und gespeichert sind.

Die Exkursion gibt einen Einblick in die Geschichte der Botanik und die eng mit dem Kolonialismus verbundene Praxis der Systematisierung und Archivierung von Natur und schlägt einen Bogen zu aktuellen Diskussionen über Biotechnologie, Bioprospektion und Patentierung von Pflanzen und Saatgut.

TeilnehmerInnen des Gesprächs sind: Eva Bremer, Kuratorin der Samenabteilung und Reviergärtnerin, Botanischer Garten Halle, Dr. Ulrich Brand, wissenschaftlicher Beirat attac Deutschland, hybrid video tracks, Gruppe von KulturproduzentInnen aus Berlin

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