Everybody Loves a Winner

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werkleitz Biennale 2006 Happy Believers

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Everybody Loves a Winner
US/GB 2004

Geboten wird Trepanation (das Bohren eines Loches in den Schädel), ein Zwerg in Windeln, ein echter Froschkönig, Clinton, wie er Sharons Hand schüttelt, Soldaten, die Zivilisten schlagen, diskreditierte wissenschaftliche Theorien, die mit Landkarten illustriert werden, diverse polytheistische Idole und Tand, Kultmitglieder von Heaven’s Gate, und Witze über den agnostischen legasthenischen, an Schlaflosigkeit leidenden Menschen. Eine Erzählung voller bizarrer Anekdoten und dreckiger Witze, einfachen Sprichwörtern und merkwürdiger gesellschaftlicher Analyse. Everybody Loves a Winner erkundet die Kultur der Mediensättigung, mit der die Aufmerksamkeitsspanne heutzutage immer wieder konfrontiert wird. Indem fotografische Bilder benutzt werden, die direkt aus dem Internet herunter geladen sind und die dem Betrachter mit einem leidenschaftslosen Kommentar vorgeführt werden, wendet die Arbeit das Format eines Diavortrags an, bei dem es fast überhaupt keine bewegten Bilder gibt und der diverse ungleiche Welten auf eine merkwürdig fesselnde Art ineinander verschwimmen lässt – das anzügliche Stand-up Comedy Programm, ein Powerpoint-Vortrag in einer Firma, die Diashow über den Familienurlaub, die schwafelnde politische Tirade, der gefürchtete Vortrag in der Schule. Der Erzähler schwelgt in der Grauzone der Urheberrechtsverletztung, indem er gestohlene Bilder rekontextualisiert, um einige der vielen Defekte des modernen Konsumkapitalismus zu reflektieren – Gier, Perversität, Gewalt, Ignoranz, Obszönität, und vor allem Gleichgültigkeit.

Doug Fishbone, US/GB 2004, 8:30 min, video, engl

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