Es hat mich sehr gefreut

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3. Werkleitz Biennale 1998 sub fiction

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Es hat mich sehr gefreut
A 1987

Obwohl sich die Schauspielerin/Filmemacherin/Malerin in einem kaum überbietbaren Maße in ihren Filmen exponiert, vermag sie immerzu durch ihren abgründigen Humor und zeitlich genau bestimmte visuelle oder akustische Kunstgriffe eine notwendige Distanz zum eigenen Exhibitionismus zu schaffen. In „Es hat mich sehr gefreut“ entziehen Kamerasprünge in eine überbelichtete gleißende Berglandschaft die auf einer schwarzen Decke masturbierende Mimi Minus der Schaulust des Zusehers; die übergroße schwarze spiegelnde Brille schützt ihre Augen vor der Blendung, aber ebenso auch vor den Blicken der anderen: Erst am Ende, nach dem über den Ton evozierten Höhepunkt der Lust – das schallende Lachen geht in ein wollüstiges Stöhnen über –, erscheint Mimi Minus wieder gut sichtbar nah vor der Kamera, um die Brille abzunehmen, ihr aufgelöstes Gesicht dem Zuseher entgegenzurichten und sich mit einem „Es hat mich sehr gefreut“ aus dem Off zu verabschieden.

Mara Mattuschka (A), 16mm, 2 min, 1987
Regie, Buch, Kamera, Ton, Animation
Director, Screenplay, Cinematographer, Sound, Animation: Mara Mattuschka
Darstellerin/Actress: Mimi Minus

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