Donor

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2. Werkleitz Biennale 1996 Cluster Images
Donor
US 1995

Donor kann als Science-Fiction der Gegenwart gesehen werden. Wir denken an bereits bestehende Technologien, geben jedoch Implikationen für Nichttechnologien in einem Versuch ihre Auswirkungen auf die unbewusste Psyche, auf das archetypische menschliche Ringen festzustellen. Um dieses Ringen zu porträtieren, manipulieren wir die erzählerischen Konventionen. Das Geschichtenerzählen wird zur Strategie, in der sich wesentliche Stimmungen und Gefühle vom Darsteller auf den Betrachter übertragen können. Diese Identifikation mit dem Darsteller erzeugt eine „fühle zuerst - denke später“ Reaktion. Die einmal erfahrene Reaktion kann nicht zurückverfolgt werden und muss in das Spielfeld mit anderen, sogenannten wirklichen Ereignissen eingebracht werden. Donor untersucht das neue psychologische Terrain der vollständigen Quantitätsbestimmung des menschlichen Körpers. Mit der Erfindung neuer medizinischer Technologien, die Lösungen für menschliche Unfruchtbarkeit bieten, sind wir einige Schritte näher an der Schaffung menschlichen Lebens nach der Vision Shellys in Dr. Frankenstein. Donor nimmt die Technologie Frankensteins, um die Befruchtung als neues Gebiet heimischer Ökonomie zu fordern.

U-Matic LB NTSC, 5:10 min

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